Digital Dip #5: Innovation braucht Dialog 02.07.2018

20. Juni, 27 Grad im Schatten, parallel läuft die WM – und doch finden sich rund 30 Menschen zum After-Work-Format „Digital Dip“ im Open Space Bereich des Unternehmens ein. Thomas Päffgen, Trainer im Bereich Qualifizierung des Commerz Direktservice, hat die Kollegen hergelockt, er referiert über die exponentielle Entwicklung der Digitalisierung, die nicht nur hinter uns liegt, sondern vor allem vor uns – und das macht er richtig gut.

„Wenn wir von Digitalisierung sprechen“, erklärt er, „sprechen wir unweigerlich von einer exponentiellen Entwicklung“. Seine Veranschaulichung – die Geschichte von einem indischen König, der die Anzahl der Reiskörner auf einem Schachbrett, wenn man sie auf jedem Feld verdoppelt, exorbitant unterschätzt – macht allen Anwesenden deutlich: Die Veränderungen, die uns aufgrund der Digitalisierung bevorstehen, sind gewaltig. Jeder Zahlenmensch wird an dieser Stelle schon eine Gänsehaut gehabt haben, die anderen holte Päffgen visuell ab: Zunächst mit unfassbar vielen Weltkugeln, später mit Bildern vom Beginn des Internet samt erster, aus heutiger Sicht antiquiert wirkender Auftritte der innovativen Marktführer von heute: Amazon, YouTube und Facebook. Was er damit demonstrieren möchte, ist: „Wir denken linear und werden mit exponentiellen Entwicklungen überrollt. Darauf sollten wir uns vorbereiten!“

Google Sprachassistent zeigt die rasante Entwicklung der ArtificialIntelligence

Päffgen setzt noch eine Schippe darauf, indem er zeigt, was Innovationen wie der Google Sprachassistent mittlerweile bereits leisten, ohne, dass jemand es überhaupt zu bemerken scheint: Artificial Intelligence at its best – Google, stellen die Anwesenden fest, kann nicht nur einen Termin beim Friseur vereinbaren, der „Sprachassistent“ klingt ebenso authentisch, wie der Mensch am anderen Ende der Leitung. Wenn es passt, sagt er nicht „ja“, sondern „Mmh-mmh“. Wow.

Und was macht man nun damit? Päffgen liefert Ideen: „Wir brauchen Innovationstreiber, wir brauchen Multiplikatoren, auch hier im Unternehmen, die die Technologien nicht nur selbst anwenden, sondern auch weiterverbreiten.“ Und, verrät er, das seien gesellschaftlich betrachtet erstaunlich wenige, die breite Masse warte ab und springe erst auf den Zug auf, wenn der Nächste schon längst im Anmarsch sei. An dieser Stelle fühlten sich einige sicherlich dabei ertappt, nicht zu der großen „zurückhaltenden Gruppe“ gehören zu wollen. Eine Teilnehmerin spricht es aus: „Ich will auch ein Early Bird sein!“

Warum also benötigen Innovationen den Dialog? Alle, die gut zugehört haben, wissen es: Weil Innovationen keine Selbstläufer sind, sie brauchen Menschen, die sie teilen. Diese müssen keine IT-Experten oder gar Entwickler sein, es genügt, neue Tools zu nutzen und davon zu sprechen. Es genügt, mit der Technik mitzugehen, die das Leben „einfacher, schneller, besser“ macht. Die Diskussion im Anschluss zeigt: Die Innovationsfreude ist groß, Tendenz steigend. Und eins läuft jetzt schon richtig gut: Miteinander in den Dialog zu gehen.