Wir freuen uns auf unsere neuen Räume 13.09.2017

Unsere Arbeit im Commerz Direktservice ist geprägt von Digitalisierung und Weiterentwicklung, dementsprechend wollen wir auch eine moderne und zukunftsfähige Arbeitsumgebung bieten. Im Fokus der Modernisierung aller Flächen im Silberpalais steht dabei nicht an erster Stelle die Effizienz, sondern das Wohlfühlen aller Mitarbeiter. Nun wurde der erste Bauabschnitt fertig gestellt und wir freuen uns auf den Einzug. Im Interview spricht Projektleiter Christof Tölle mit dem Architekten Johannes Neumann über die zukünftigen Veränderungen, die das neue Raumkonzept mit sich bringt.

Was war der Leitgedanke für die Neugestaltung der Büros im Commerz Direktservice?

Johannes Neumann: Ziele bei der Neugestaltung von Büros sind natürlich immer eine optimale Nutzung der Fläche sowie die Berücksichtigung der individuellen Anforderungen aller Abteilungen, so dass die Prozesse unterstützt werden. Im Zuge der Analyse rückte verstärkt die Frage nach der Positionierung der Arbeitsplätze in den Fokus. Sie sollten möglichst nah an die Fassaden und das Tageslicht gebracht werden. Und schließlich wollten wir eine hohe Flexibilität  im Grundriss  schaffen – ein modulares System, welches sich auch an die zukünftigen Anforderungen des Commerz Direktservice anpassen kann.

Durch die vielen Abteilungen, Nutzungen und Szenarien kamen wir hier schnell zu der Assoziation mit einer Stadtlandschaft, die durch ein organisches Wegesystem ihre unterschiedlichen Quartiere miteinander verbindet. Die Wahrnehmung der großen Fläche mit ihren Sichtachsen wird dadurch unterbrochen und es entsteht ein kleinteiliger Grundriss. Die verschiedenen Bereiche mit Arbeitsplätzen, Rückzugsorten und Besprechungen werden dabei auf wenig Raum voneinander abgegrenzt und können so nebeneinander funktionieren – ähnlich einer Stadt.

Wie ist der Weg von dem Entschluss des Commerz Direktservice „Wir wollen etwas Neues“ zu dieser konkreten Planung und Umsetzung?

Grundlage für das Nutzungs- und Gestaltungskonzept ist die Analyse der späteren Nutzer, des Unternehmens und seiner Zusammenhänge. Dazu suchen wir das Gespräch mit Mitarbeitern und Führungskräften, sichten Organigramme und Zahlen und erhalten Einblick in Abläufe und Prozesse. Diesen „IST-Stand“ gleichen wir anschließend mit den Vorgaben und Anforderungen des Commerz Direktservice, also dem „SOLL-Stand“ ab und erarbeiten daraus ein erstes Konzept. Entspricht das Konzept den Vorstellungen wird es zunächst in mehreren Schritten immer weiter verfeinert, angepasst und detailliert. Anschließend werden Farben, Materialien und Oberflächen definiert, dann folgt die Umsetzung in der Fläche mit den entsprechenden Gewerken.

Gab es hier besondere Herausforderungen, die vielleicht mit dem Geschäftsfeld des Commerz Direktservice zusammenhängen, und wie wurden diese gelöst?

Durch die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder der einzelnen Abteilungen war im Commerz Direktservice eine individuelle Gestaltung der Arbeits- und Sonderflächen erforderlich. Durch die Ergebnisse aus den Workshops konnten wir genau nachvollziehen, welchen Bedarf an Flächen, Elementen, Einrichtung, etc. jede Abteilung hat und welche Anforderungen sich hieraus an die direkte Arbeitsumgebung ergeben. Die Herausforderung lag dann darin, die einzelnen Abteilungen mit ihrem jeweiligen Flächenbedarf im Grundriss optimal zueinander anzuordnen.

Was sind die Kernelemente der konkreten Planung, die wir nun bald beziehen können?

In den neuen Quartieren bieten wir Elemente für die unterschiedlichen Nutzungen an. Es gibt geschlossene Räume – Think Tanks – die je nach Größe Platz für ein Meeting, eine kleine Besprechung oder einen temporären Arbeitsplatz bieten. Hinzu kommen Lounge-Bereiche, Diner und Sessel für eine informelle Kommunikation abseits der Arbeitsplätze. Und zuletzt Service-Module wie Druckerinseln, Garderoben oder Schließfächer. Wir unterscheiden die Module dabei danach was sie tun: We-Places für Kommunikation und Austausch, Me-Places für Konzentration und Rückzug.

Und welche konkreten Vorteile haben diese Elemente? Sie sollen ja nicht nur gut aussehen?

Die einzelnen Module schirmen sich ab und bilden einen Raum, mal mit Wänden wie die Think Tanks, mal nur mit der Lehne wie ein Ohrensessel. Je nach Grad der Abschirmung werden die Sichtverbindungen unterbrochen, Geräusche gedämpft und Ablenkung reduziert. Trotzdem bleiben die Elemente flexibel, können mitziehen oder untereinander getauscht werden.

Wie wird sich aus Ihrer Sicht das Zusammenarbeiten im Commerz Direktservice verändern?

Wir hoffen natürlich, dass unsere Ideen funktionieren und angenommen werden. Für den Austausch untereinander, das konzentrierte Arbeiten und die Abstimmung im Team stehen nun mehr Angebote bereit. An die Nutzung müssen sich die Mitarbeiter vermutlich erst einmal gewöhnen, aber mit der Zeit wird sich das Arbeiten durch die neuen Elemente verändern. Zunächst ist aber sicherlich die stark gestiegene Qualität der Arbeitsplätze hinsichtlich Tageslichtversorgung, Abschirmung und Klimatisierung die spürbarste Veränderung für die Mitarbeiter.

Ist Ihr Job nun mit der Eröffnung dieser neuen Räume beendet?

Wir haben erst den ersten, kleinen Teil gemeinsam fertiggestellt. Ein großer Teil der Gesamtfläche liegt noch vor uns und wir möchten hier natürlich zusammen mit Ihnen zu einem mindestens genauso guten Ergebnis kommen! Darüber hinaus wird sich der Commerz Direktservice auch weiterentwickeln und stetig verändern. Die Anforderungen, die sich daraus an die Arbeitsumgebung und das neue Konzept ergeben, werden wir natürlich weiterhin berücksichtigen.