Zuckerfrei? – Geht doch! 04.05.2017

Im Jahr 2016 schaffte es der europäische Durchschnittsbürger auf rund 40 Kilogramm reinen Zucker pro Jahr. Diese Entwicklung führt nicht nur zur Fettleibigkeit, sondern trägt zu weiteren enormen gesundheitlichen Problemen, wie Osteoporose, Hautkrankheiten oder Depressionen bei. Zucker wird von Ernährungs- und Gesundheitsexperten mittlerweile mit Blick auf unsere Gesundheit ebenso massiv kritisiert wie Nikotin. Zucker gilt, und vor allem der in vielen Fertigprodukten versteckte und oft anders genannte Industriezucker, als Hauptfaktor für das immer höher werdende Durchschnittsübergewicht in Industrienationen. Schon unser Kollege Thomas Päffgen machte in seinem Vortrag vor 2,5 Jahren bei uns im Commerz Direktservice auf das Thema aufmerksam. Sportwissenschaftler Felix Klemme verdeutlichte wiederum bei unserem letzten Gesundheitstag, wie sehr Zucker unser Belohnungssystem im Gehirn manipuliert, uns krank macht und wir leider immer wilder auf das „legale Kokain“ werden.

In der Abteilung Direct Sales haben sich einige Kollegen dem Thema gestellt und über die Fastenzeit eine sogenannte „Zuckerfrei Challenge“ ins Leben gerufen. Ziel: Die gesamte Fastenzeit (der bibelfeste Leser weiß: es sind nicht weniger als 40 Tage) Verzicht auf zuckerhaltige Speisen und Getränke. Kein Zucker also – wirklich GAR KEIN Zucker! Und das war am Anfang gar nicht so einfach, berichtet auch Kevin, der die Challenge mit initiiert hat: „Es sind ja nicht nur die Süßigkeiten. Zucker steckt in so vielen Lebensmitteln und an vielen Stellen ahnt man es nicht. Klar wusste man, dass Nutella oder Ketchup zu 80% aus Zucker besteht– aber Frischkäse…?“

Die Kollegen haben gemeinsam Alternativen erarbeitet und verschiedenste zuckerfreie Rezepte ausgetauscht. Die Abteilungsleiterin Doreen Kirchhoff hat das Thema mit einer Präsentation zu den wichtigsten Fakten und möglichen Alternativen unterstützt. Und plötzlich hat sich vieles in der Abteilung verändert: Auf den Tischen, auf denen sonst Süßigkeiten und Kuchen angeboten wurden, standen nun gesunde und zuckerfreie Alternativen. Insgesamt 17 Kollegen haben sich der Herausforderung gestellt, den Versuchungen widerstanden und mal geschaut, was so mit ihnen passierte und was sich für sie vielleicht veränderte.

Kevin: „Ich hatte schon so eine Art Entzug in der ersten Zeit: Kopfschmerzen und Heißhunger. Das kriegt man allerdings schnell in den Griff. Ich habe festgestellt, dass ich bald viel tiefer habe schlafen können und insgesamt mehr Energie habe. Ich fühle mich fitter, kann mich besser konzentrieren, auch über einen langen Zeitraum. Und ich merke, dass ich mit den zuckerfreien Alternativen so gut zurechtkomme, dass mir auf den ersten Blick gar nichts fehlt. Und jetzt muss ich auch langsam nicht mehr im Supermarkt jede Verpackung scannen- ich weiss, wenn ich frisch koche, dann kann ich die Inhaltsstoffe selber steuern und brauche so keinen Zucker. Ich weiß gar nicht, ob ich nach der Zeit wieder so einfach zum Zucker greife – mir geht es so viel besser. Aber Nutella, das fehlt mir schon.“

Die meisten Kollegen haben die Zeit durchgehalten und alle unterschiedlich eine Steigerung ihrer körperlichen Fitness gespürt. Und einige auch das ein oder andere überflüssige Pfündchen verloren. Und nun? Die Zeit danach? Alles wieder auf Anfang? Kevin: „Auch wenn in der Osterwoche wieder Nutella und Burger auf dem Programm standen – die Vorstellung war doch reizvoller als der tatsächliche Genuss. Ich werde auch weiterhin eher den Zucker meiden und habe durch die Zeit viel gelernt.“